Der Donauradweg von Ulm nach Regensburg
Das erste Stück der Donau von Ulm nach
Regensburg ist an Vielfalt kaum zu überbieten.
Die Donau war schon immer Lebensader der
Region. Das gotische Münster zu Ulm mit dem
höchsten Kirchturm der Welt und das schönste
Renaissanceschloss Deutschlands in Neuburg
gilt es zu entdecken. Die Abtei Weltenburg und die Befreiungshalle bei Kelheim sind
romantisch in die Landschaft gefügt. Es folgen
die Steinerne Brücke und der Dom St. Peter in
Regensburg als glanzvoller Abschluss.
Steile Felsen der schwäbischen und fränkischen
Alb begleiten die Donau. Fantastische
Auwälder bilden eine märchenhafte Kulisse
für Ihre Radtour. Die einst weiträumigen Flachmoore
der Donauschlingen sind heute üppige
Wiesen mit artenreichen Vegetationen, Trollblumen
und Orchideen. Süddeutsche
Gastlichkeit und bodenständige Küche
vereint das Beste aus der vom Wein geprägten
schwäbisch-fränkischen Kultur und der Bierkultur
Altbayerns. Der Radweg an der deutschen
Donau ist wie geschaffen für ein einzigartiges
Raderlebnis.
Der Donauradweg von Ulm nach Regensburg - Reiseablauf
1. Tag: Anreise nach UlmAnreise nach Ulm und Radausgabe. Die alte Königspfalz
Ulm lohnt einen ausführlichen Rundgang. Das
fachwerkgeschmückte, mittelalterliche Gerberviertel
und das prachtvolle Rathaus aus der Zeit der
Renaissance mit seiner astronomischen Uhr liegen
auf Ihrem Weg. Das Ulmer Münster beeidruckt durch
seine Dimensionen. Der Kirchturm ist mit 161 Metern
der höchste der Welt und die kühne Höhe des Kirchraumes
mit 41 Metern ist schlicht überwältigend.
2. Tag: Wiesen und Seen ca. 30 kmAm Donauufer radeln Sie zur Friedrichsau. Der große
Landschaftspark mit Rosen- und Duftgarten begleitet
Sie aus der Stadt. Flussabwärts haben die ehemaligen
Donauauen ein weites Seengebiet geschaffen. Sie schlängeln sich an den Seen vorbei bis Günzburg. Auf
einem abendlichen Bummel erfreuen die verspielten
Barockfassaden der Bürgerhäuser am langgestreckten
Marktplatz.
3. Tag: Fugger und Ordensritter ca. 66 kmNach kurzer Fahrt passieren Sie Schloss Reisensburg.
Weiter der Donau folgend bieten sich in Gundelfingen
das Renaissance-Rathaus und Schloss Schlachtegg
für eine Pause an. Vorbei an den Ausläufern der
Schwäbischen Alb radeln Sie zur Residenzstadt Dillingen.
Der goldene Saal des Jesuitenkollegs ist mit
seiner goldglänzenden Rokokoausstattung besonders
sehenswert. Am Nachmittag erreichen Sie, inmitten
der üppig grünen Wörnitzniederung, die Fuggerstadt
Donauwörth. Für einen Abendspaziergang ist das
mittelalterliche Deutschordenshaus, eine der ältesten
Niederlassungen des Deutschen Ritterordens,
ein schönes Ziel.
4. Tag: Schlösser und Auwälder ca. 58 kmDie Höhen der Fränkischen Alb begleiten Sie von fern
auf Ihrer Radtour nach Neuburg. Die Renaissancestadt
beeindruckt mit seinem Schloss der Wittelsbacher
Herzöge. Es zählt zu den bedeutendsten Prachtbauten
Deutschlands. Weiter flussabwärts markiert das
wehrhafte Schloss Grünau den Eingang in den Grünauer
Forst. Er ist einer der größten Hartholz-Auwälder
Europas. Durch den Auwald radeln Sie, umgeben von
Grün, bis Ingolstadt.
5. Tag: Münster und Frankenstein ca. 40 kmDas prachtvolle, verwinkelte Stadtbild von Ingolstadt
mit dem Liebfrauenmünster, dem Neuen Schloss, dem
Herzogskasten und der alten Universität inspirierten
Mary Shelley zu ihrem Roman „Frankenstein“. Ein ausführlicher
Spaziergang bis hin zum Münster, das als
die schönste Hallenkirche Süddeutschlands gilt, ist
beeindruckend. Sie folgen dem romantischen Lauf
der Donau. Schroffe Kalksteinwände des Fränkischen
Jura säumen den Fluss. Die mittelalterliche Stadt Vohburg
passieren Sie auf Ihrem Weg nach Bad Gögging.
6. Tag: Klöster und Römer ca. 45 kmNach kurzer Fahrt erreichen Sie das Römerkastell
Abusina. Die Wehranlage war Teil des römischen
Schutzwalles Limes (UNESCO-Weltkulturerbe) und
verspricht einen interessanten Rundgang. Immer
tiefer gräbt sich die Donau in das Kalksteinplateau
des Fränkischen Jura. Bei Weltenburg eilt der Fluss
schließlich zwischen steilen Abbrüchen in die leicht
wellige Landschaft des Alpenvorlandes. Das Kloster
Weltenburg liegt in dieser dramatischen Landschaft
und lohnt eine Pause. Dann radeln Sie vorbei an
der tempelartigen Befreiungshalle nach Regensburg.
Die Stadt (UNESCO-Weltkulturerbe) ist mit seinem
mittelalterlichen Stadtkern ein Denkmal abendländischer
Kunst- und Kulturgeschichte. Die steinerne
Donaubrücke reicht zurück bis zu den Zeiten
Kaiser Barbarossas. Gotik, Renaissance und Barock prägen das einzigartige Stadtbild.
7. Tag: Auf Wiedersehen an der DonauAbreise oder individuelle Verlängerung.