Der Ilmtalradweg
Wo sich die Ilm durch ihr romantisches Tal schlängelt, schlägt Deutschlands grünes Herz. Der Thüringer Wald, die Parks und Gärten von Weimar, die sonnenbeschienenen Weinberge um Naumburg und die verträumten Saaleauen bis Merseburg verbinden sich zu einer Flusslandschaft von ursprünglicher Schönheit am Ilmtalradweg. Eine Kultur gibt es hier zu entdecken wie sonst selten in Deutschland. Das unvergleichliche Weimar mit Schlössern und Bürgerhäusern, Schloss Auerstedt, das Kloster Pforta und der berühmte Dom von Naumburg wollen entdeckt werden. An manch sonnigem Plätzchen laden gemütliche Straußenwirtschaften direkt am Ilmtalradweg zur vergnüglichen Rast. "Die Gegend ist herrlich, herrlich ..." schwärmte Goethe. Diesem Urteil des großen Dichterfürsten können wir uns nur anschließen!
Der Ilmtalradweg - Reiseablauf
1. Tag: IlmenauMitten im Grün des Thüringer Waldes, dem größten deutschen Waldgebiet, liegt Ilmenau. „Ich war immer gern hier und bin es noch; ich glaube es kommt von der Harmonie, in der hier alles steht“, schrieb Goethe an seinen Freund Schiller über Ilmenau. Ein Bummel durch die Altstadt zum Rathaus mit seinem schönen Renaissanceportal bietet sich an. Infogespräch und Radübergabe um 18:00 Uhr.
2. Tag: Thüringer Wald ca. 40 kmGesäumt von Weiden und Erlen rauscht die Ilm talwärts. Dicht am Fluss entlang radeln Sie auf ruhigen Wegen. Mal weitet sich der Fluss in kleine Seen. Dann fließt er, begleitet vom Quaken der Frösche, gemächlich durch Waldwiesen. Historische Salinentürme gleiten vorbei. Und schließlich säumen spektakuläre Kalkwände das Tal. Am Nachmittag erreichen Sie Bad Berka. Der klassizistische Kurort lohnt einen Bummel.
3. Tag: Weimar ca. 20 kmDem munteren Flusslauf der Ilm folgend, radeln Sie flussabwärts nach Weimar. Schließlich wird die Landschaft zum Park. Goethe selbst plante die Parkanlage, in der auch sein berühmtes Gartenhaus Platz fand. Dann sind Sie in Weimar. Hier schlägt das Herz der deutschen Kultur. Die größten Dichterfürsten und Komponisten zog es hier her und Walter Gropius gründete sein Bauhaus. Bei einem geführten Stadtbummel gehen Sie auf Spurensuche durch die historische Innenstadt mit seinen Bürgerhäusern aus allen Jahrhunderten.
4. Tag: Landschaft mit Geschichte ca. 32 – 36 kmEin Tag wie aus dem Bilderbuch. Durch Landschaftsparks radeln Sie zum Schloss Tiefurt, dem Sommersitz von Herzogin Anna Amalia. Dann rollen Sie durch Streuobstwiesen auf Apolda zu. Am Fluss entlang erreichen Sie Bad Sulza. Schloss und Rittergut Auerstedt, einst Schauplatz des Kampfes der Preußen gegen Napoleon, wartet auf Ihren Besuch.
5. Tag: Zu Dom und Wein ca. 40 kmDas Thüringer Weintor kurz hinter Bad Sulza kündigt die nördlichste Weinbauregion Deutschlands an. Straußenwirtschaften bieten vergnügliche Rast. Schließlich schiebt sich die Saale ins Bild. Ein Abstecher zum berühmten Kloster Pforta bietet sich an. Dann radeln Sie weiter an der Saale bis Naumburg. Der Dom St. Peter und Paul zu Naumburg vereint von der Romanik bis zur Frühgotik einen einzigartigen Reichtum an Baukunst. Wer mag, fährt noch ein Stück die Unstrut hinauf nach Freyburg. Im Zentrum des Weinbaus der Region laden diverse Winzer zur Probe. Besonders empfehlen möchten wir Ihnen für eine Verlängerung das Erlebnispaket „Unstruttal und Himmelsscheibe Nebra“.
6. Tag: Naturparadies Saaleauen ca. 42 kmDem windungsreichen Lauf der Saale folgen Sie bis Weißenfels. Die Schlosskirche ist besonders sehenswert, eine Perle des frühen Barock in weiß, rosa und apfelgrün. Die Landschaft weitet sich zu fruchtbaren Auen. Am Nachmittag erreichen Sie Merseburg. Die Stadt mit Dom und Schloss zählt zu den schönsten mittelalterlichen Ansichten Deutschlands.
7. Tag: Die Domburg in MerseburgDie verwinkelte Domburg mit ihrer Einheit aus Bauten der Romanik und Gotik lohnt einen Bummel. Abreise oder individuelle Verlängerung.