Radreise Fährmann hol´ über
Nach wie vor verschont von Begradigungen und Kanalisierungen durchfließt die Elbe bis Magdeburg unbekümmert ihr natürliches Bett. Hier hat sich eine einmalige Naturlandschaft erhalten. Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Mittelelbe begleitet uns auf ganzer Länge von Hamburg bis Magdeburg. Scheue Schwarzstörche, Biber und Seeadler betrachten diesen Landstrich als ihr Zuhause. Tradition und Erdverbundenheit prägen die Menschen. Bauern- und Ziergärten mit Obstbäumen, Kräutern und Blütenpracht legen Zeugnis davon ab. Eine der vielen ländlichen Oasen öffnen ihre Pforten für uns. Wir durchradeln eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands: Bürgerhäuser in Backsteingotik und romanische Klöster, romantische Rundlingsdörfer und die Kaiserpfalz in Tangermünde - Sie werden staunen, was es hier alles zu entdecken gibt.
Radreise Fährmann hol´ über - Reiseablauf
1. Tag: Das Tor zur WeltAm Nachmittag gegen 15:00 Uhr treffen wir uns
in Hamburg. Nach dem Beziehen unseres kleinen,
ruhig gelegenen Hotels in Hamburg-Eppendorf
werden wir einen geführten Rundgang durch
die Hamburger Speicherstadt sowie eines der
größten städtebaulichen Projekte Europas, die
künftige HafenCity, unternehmen. Hier präsentiert
sich Hamburg als „Tor zur Welt“. Zum Abendessen gehen wir in ein traditionelles Hamburger
Restaurant.
2. Tag: Dem Rufer entgegen ca. 55 kmAm Morgen folgen wir der Außenalster und der
Elbe zur Elbniederung Vierlande, Hamburgs einziger
ländlicher Region. Entlang der Dove-Elbe
geht die erfrischende Fahrt zum Hauptstrom, wo
unser Picknick auf uns wartet. Das Hohe Elbufer
grüßt von der anderen Seite, während wir uns im
Flachen Lauenburg nähern, dessen mittelalterliche
Unterstadt auf einer Führung zu faszinieren
vermag.
3. Tag: Elbtalauen ca. 62 kmDie bekannte Palmschleuse aus dem Jahr 1398,
die älteste Kesselschleuse Europas, lohnt einen
ersten Stopp. Dann radeln wir am Deich nach Bleckede
unserem Picknick entgegen. Im Infozentrum
Elbtalaue erfahren wir Interessantes zu dieser
einzigartigen Flussniederungslandschaft. Nach
dem Übersetzen auf die andere Elbseite kommen
wir nach Mecklenburg. Vor Hitzacker queren wir
den Fluss abermals, um in diesem romantischen
Luftkurort Quartier zu beziehen.
4. Tag: Rundlinge und Bauerngärten ca. 57 kmDurch den Naturpark Elbufer-Drawehn führt unser
Weg zunächst nach Rehbeck. Hier erwartet uns
Marie-Louise Schrödel in ihrem ländlichen Garten.
Kräuter-, Blüten- und Gemüsegarten ergänzen
sich zu einem wundervollen Arrangement. Frau
Schrödel erzählt uns auf einem gemeinsamen
Rundgang ihre Idee von diesem über 24 Jahre
entwickelten Garten, der zusammen mit den Fachwerkgebäuden
von Haus und Hof eine ländliche,
grüne Oase ist. Zum Abschluss lädt sie uns zu
einem Picknick ein – natürlich mit Produkten
aus ihrem Garten. Auf unserem weiteren Weg
lernen wir das Wendland mit den Jeetzelauen
und zahlreichen typischen Rundlingen kennen.
Im Freilichtmuseum in Lübeln erfahren wir Interessantes
über die Kultur der Wenden. Jenseits der
früheren Grenze gelangen wir nach Salzwedel, der
Hanse- und Baumkuchenstadt in der Altmark. Ein
abendlicher Bummel vermittelt uns einen ersten
Eindruck von der durch Fachwerk und Backsteingotik
geprägten mittelalterlichen Altstadt.
5. Tag: Baumkuchen & Störche ca. 46 kmFachkundig werden wir am Morgen durch Salzwedel
geführt, bevor uns ein Bus in die Elbniederungen
zurückbringt. Eine herrliche Wegstrecke
erwartet uns durch die Auen in einem
der schönsten Gebiete der Mittelelbe. Hier ist
Storchenland. Bei unserer Mittagsrast in Rühstädt
beeindrucken uns die über 70 Störche, die jedes
Jahr in diesem kleinen Dorf brüten. Auf einer
schmalen Landzunge zwischen Havel und Elbe
radeln wir weiter zur Domstadt Havelberg. Es
erwartet uns unser direkt am Fluss gelegenes
Hotel.
6. Tag: Domstadt und Kaiserresidenz ca. 43 kmDer wuchtige, hoch über der Inselstadt gelegene
Havelberger Dom mit seinen berühmten Fenstern
und seinem ehemaligen Kloster gehört zu den
eindrücklichsten Bauwerken an der Straße der
Romanik. Ihm gilt am Morgen auf einer Führung
unsere erste Aufmerksamkeit. Per Rad geht es
hinunter zu einer kleinen Fähre in Räbel. Durch
die Elbauen führt der Weg bis Arneburg. In diesem
urigen Fachwerkort gönnen wir uns eine Pause
und besehen uns die älteste Kirche der Altmark
und die Skulpturen am Fischerbrunnen genauer.
Am Nachmittag erreichen wir Tangermünde, die
Sommerresidenz von Karl IV, wo wir im traditionsreichen
Hotel „Schwarzer Adler“ der Familie Busse
zu Gast sind. Abends erleben wir eine Führung
durch die historische Stadt, manchmal auch das
„Rothenburg an der Elbe“ genannt.
7. Tag: An der Straße der Romanik ca. 38 kmVon Tangermünde leiten uns ufernahe Wege
nach Jerichow, dessen Kirche und Prämonstratenserkloster
ein Schmuckstück spätromanischer
Baukunst darstellt. Wir besuchen auch
das zugehörige Museum und schauen uns den
schönen Klostergarten an. In Güsen beschließen
wir die Reise. Per Bahn gibt es über das nahe
Magdeburg gute Verbindungen in alle Richtungen.
Sie gelangen noch am selben Tag nach Hause.