Radreise Vis à vis an Oder und Neiße
Wo Oder und Neiße die Grenze zwischen Deutschland und Polen markieren, finden wir auf unserer Radreise Sachsens Glanz und Preußens Gloria. Kostbare Bauten aus Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus präsentieren sich auf der Radreise in den Städten Zittau und Görlitz. Schlösser, prachtvolle Gutshöfe und Klöster mit überbordendem, spätbarockem Prunk, sind eingebettet in eine urwüchsige, romantische Naturlandschaft. Neißetal, Nationalpark Unteres Odertal, Oderbruch oder das Schlaubetal waren lange Zeit eine abgeschiedene Grenzregion. Hier konnte sich die Natur ungestört entwickeln. Romantisch sind die Hotels, die uns beherbergen. Ob Renaissanceschloss, gotisches Kloster, prachtvolles Patrizierhaus oder ländlicher Gutshof – stets bieten sie uns auf der Radreise gepflegte Gastlichkeit in besonderem Ambiente.
Radreise Vis à vis an Oder und Neiße - Reiseablauf
1. Tag: Auftakt in der Oberlausitz ca. 6 kmAm frühen Nachmittag treffen wir uns am Bahnhof
in Zittau. Auf einer Führung lernen wir das architektonische
Kleinod kennen. Dabei bestaunen wir
das klassizistische Rathaus mit der unverkennbaren
Handschrift Karl Friedrich Schinkels, dem
Stararchitekten der Hohenzollern, sowie das Große
Zittauer Fastentuch. Per Rad sind es nur wenige
Kilometer im Mandautal bis Hörnitz. Hier übernachten
wir im Schlosshotel Althörnitz, einem
zauberhaften Renaissanceschloss von 1654.
2. Tag: Im Neißetal ca. 44 kmRomantisch an der Neiße radelnd erreichen wir
das Kloster Marienthal. Die barocke Anlage wird
noch immer von Zisterzienserinnen bewirtschaftet.
Wir lernen das Kloster auf einer Führung kennen
und besichtigen den liebevoll angelegten
„Garten der Bibelpflanzen“. Am Ufer der Neiße
fahren wir weiter nach Görlitz. Hier befindet sich
das wohl bedeutendste Renaissanceensemble
nördlich der Alpen. Wir lassen uns bei einem
geführten Rundgang für diese bauliche Schatzkiste
begeistern.
Übernachtung im zentral gelegenen
und gediegenen Renaissance-Patrizierhaus
„Hotel Tuchmacher“.
3. Tag: Pücklers Park ca. 63 kmNach kurzer Fahrt erreichen wir das Neißeufer.
Wir stärken uns bei einem Picknick am Fluss und
kommen nach Bad Muskau. Der Exzentriker, Frauenheld
und geniale Gartengestalter Hermann Fürst
von Pückler-Muskau schuf hier nach dem Vorbild
englischer Landschaftsgärten einen einmaligen,
800 Hektar großen Park (Weltkulturerbe). Das
Naturkunstwerk besonderen Ranges erstreckt
sich auf deutscher und auf polnischer Seite. Wir
durchradeln den Park mit kundiger Führung, bevor
wir unser Hotel in Bad Muskau erreichen.
4. Tag: Prunk in Neuzelle ca. 54 kmDer Lausitzer Neiße folgend, belohnt der Rosengarten
in Forst unsere Aufmerksamkeit mit duftender
Farbenpracht. Nach kurzem Transfer erreichen
wir die geteilte Stadt Guben/Gubin. Von
der Neißemündung in die Oder ist es dann nur
noch ein kurzes Stück bis nach Neuzelle. Die
Klosterkirche ist eine Perle spätbarocker Baukunst.
Üppige Deckengemälde, reiche Stuckdekorationen,
Holzschnitzereien und Altäre bieten einen
Prunk ohnegleichen. Noch tief beeindruckt lernen
wir die fröhlichen Seiten des Klosterlebens kennen.
Wir probieren den „Schwarzen Abt“, ein Dunkelbier
der hiesigen Klosterbrauerei. Übernachtung im
historischen Landhaushotel „Prinz Albrecht“ am
Neuzeller Klosterteich.
5. Tag: Schlaubetal und Spree ca. 65 kmIm märchenhaften Schlaubetal, einem der schönsten
Bachtäler Brandenburgs, vorbei an klaren Seen
und durch dichten Wald erreichen wir die Ragower
Mühle. Freundlich bekommen wir die Mühle
erklärt (Führung). Dann brechen wir zur Spree auf.
Ein Stück begleitet sie uns durch den wasserreichen
Spreewald. Unser Ziel ist der Madlitzer
See. In romantischer Alleinlage, direkt am See,
erwartet uns ein klassischer Gutshof – das Hotel
Fischerhaus, in dem wir heute nächtigen.
6. Tag: Zibbeln, Zander, Zisterzienser ... ca. 40 kmDurch die beschauliche Landschaft des Oderbruchs
radeln wir bis Bad Freienwalde. „Freienwalde
– hübsches Wort für hübschen Ort“, schrieb
Theodor Fontane treffend über den ältesten
Badeort Brandenburgs. Beim erbaulichen Spaziergang
durch den hübschen Ort entdecken wir
den Schlossgarten, der von Peter Joseph Lenné,
dem Gestalter der Gärten von Sanssouci, angelegt
wurde. Wieder auf dem Rad ist das Schiffshebewerk
Niederfinow an der Alten Oder unser
nächstes Ziel, das wir gebührend bewundern. Nun
geht es weiter zu unserem Tagesziel, dem Kloster
Zehden in Polen. Vor 800 Jahren von Zisterzienserinnen
gegründet, ist es heute ein komfortables
Hotel mit wunderbarem Flair, das uns zur Nacht
und zum Nachtmahl erwartet.
Samstag: Nationalpark Unteres Odertal ca. 35 kmAuf der Fahrt am Oderdeich erleben wir die
letzte natürliche Flussmündungslandschaft Mitteleuropas
– das deutsch-polnische Schutzgebiet„Nationalpark Unteres Odertal“. Breit fächert sich
der Fluss hier auf. Elegante Seeadler ziehen
auf Beutefang
ihre Kreise. Seltene und scheue
Schwarzstörche staksen über die weiten Wiesen
– ein kaum berührtes Paradies. Unser sachkundiger
Führer, der viel über diesen einzigartigen
Lebensraum zu berichten weiß, begleitet uns ein
Stück per Rad im Nationalpark.
Dann ist es nur noch ein kurzer Weg, bis unsere
Reise am Nachmittag in Schwedt endet. Sie haben
gute Anschlussverbindungen nach Berlin.